Als ich vor kurzem im Bibelkreis Josua gelesen hatten kamen wir über Josua 22. Dabei kommt eine Geschichte vor, in der es um einen Altar in Israel geht. Lies dir die Geschichte doch durch. (Josua 22,9-34)
Um das Problem zu verstehen müssen wir zuerst etwas zurück sehen. In 5. Mose 12,13-14 trägt Mose dem Volk folgendes auf.
13 Hüte dich, dass du deine Brandopfer nicht an jeder Stätte opferst, die du siehst;14 sondern an der Stätte, die der HERR erwählt in einem deiner Stämme, da sollst du dein Brandopfer opfern und alles tun, was ich dir gebiete.
5.Mose 12,13-14
Daraus ergibt sich warum das Volk sich jetzt so schnell auf den Weg macht und den drei Stämmen auf die Finger klopfen will. Sie fürchten sich um Gottes Gunst, und das auch berechtigt.
Doch die viel wichtigere Frage. Was zeigt uns die Geschichte?
1. Fragwürdige Lehren einmal mit Skeptik betrachten
Das Volk Israel ist sich nicht sicher was es mit dem Altar anfangen soll. Es kennt das Wort von Mose und will das nun ahnden. Sie wollen das die Konsequenzen nicht auf das Volk überschwappen.
6 Mich wundert, dass ihr euch so bald abwenden lasst von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem andern Evangelium, 7 obwohl es doch kein andres gibt; nur dass einige da sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren. 8 Aber auch wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein Evangelium predigen würden, das anders ist, als wir es euch gepredigt haben, der sei verflucht. 9 Wie wir eben gesagt haben, so sage ich abermals: Wenn jemand euch ein Evangelium predigt, anders als ihr es empfangen habt, der sei verflucht. 10 Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Oder suche ich Menschen gefällig zu sein? Wenn ich noch Menschen gefällig wäre, so wäre ich Christi Knecht nicht.
Galater 1,6
Paulus sagt wir sollten aufpassen. Das Irrlehren nicht akzeptiert werden oder sogar übernommen werden. Die Israeliten geben uns da ein gutes Vorbild wie sie so schnell reagieren und dann auch weiter fortfahren.
2. Die Konversation suchen
Die Israeliten gingen hin und fingen zuerst an zu reden. Sie schlugen nicht gleich auf alles ein, zerstörten alles. Nein sie fragten was sich die drei Stämme dabei dachten und was los sei. Daraufhin fingen die drei Stämmen an, ihre Tat zu begründen, es sei ein Mahnmal, und sie können sind erfolgreich den der Herr stand hinter ihnen. Die Juden zogen wieder ab. Die Tat war geprüft und wurde für korrekt empfunden. Sie fanden nichts schlechtes sondern fingen an den Herrn zu preisen das er Einheit geschenkt hatte.
3. Die Konsequenzen daraus ziehen
Die Israeliten zogen ab den es war nichts falsches an der Tat. Wir müssen die Konsequenzen ziehen. Vll. lagen wir einfach falsch, hatten einen zu kleinen Blickwinkel oder sehen einfach zu wenig.
12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin.
1.Korinther 13,12
Paulus sagt wir werden nur Stückwerk erkennen. Wir werden nie das ganze Bild erkennen bevor wir nicht von dieser Welt genommen werden.
Doch wenn wir auch dann noch meinen er liege falsch und seine Lehre ist die falsche dann sollen wir ihn ermahnen und diese Lehre verwerfen. Doch sei vorsichtig wenn du urteilst. Ich möchte dir dazu den Grundsatz von Zinzendorf in Erinnerung rufen.
In Lebenswichtigem, Gemeinschaft;
in nicht-lebenswichtigem, Freiheit;
in allem, Liebe.
Darum haltet euch eines in Erinnerung.
21 Prüft aber alles und das Gute behaltet.
1.Thessalonicher 5,21
Sei es dieser Artikel, ein christliches Buch das ihr gerade lest, die Predigt die ihr gerade hört oder eine Diskussion. Es liegt an euch nicht das Gehirn auszuschalten sondern nachzudenken.
Gottes Segen,
think!!
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