In einem ziemlich guten Buch (“The irresistible Revolution”) bin ich vor kurzem über dieses Thema gestolpert. Es ging plötzlich um Sicherheit, um die Sicherheit im Leben. Wie viele Christen, mich sicher eingeschlossen, wollen ein sicheres Leben. Wer will es nicht, eine sichere Arbeit, ein sicheres Zuhause, sicher Essen und sichere Beziehungen. Das ganze Leben wird nach den Sicherheiten ausgerichtet. Jede mögliche Unsicherheit wird versichert und wird damit sicher. Der Unfall, Krankheit und der Tod. Für alles brauchen wir Sicherheiten. Wenn Jesus betet “Unser tägliches Brot gib uns heute” dann hat das für uns keine konkrete Bedeutung mehr oder? Wer muss sich den bei uns um das Brot sorgen? Wir fürchten uns vor Unsicherheiten. Wir fürchten uns davor nicht zu wissen wie es weitergeht. Wir fürchten uns davor keine Optionen bereit zu haben. Doch bereits in Matthäus steht etwas über diese Furcht.
Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet euch aber viel mehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle.
Matthäus 10,28
Zu genau dieser Thematik zitiert Shane Claiborne dann eine Stelle aus einem sehr berühmten Buch, “Der König von Narnia” von C.S. Lewis. Lucy ist kurz davor Aslan zu treffen und fragt die Biber wer er sei. “Ist – ist er ein Mann?”
“Aslan, ein Mann?” sagte Herr Biber ernst. “Ganz sicher nicht. Er ist der König der Wälder, und der Sohn des grossen Eroberers auf der anderen Seite des Meeres.
Weisst du nicht wer der König der Tiere ist? Aslan ist ein Löwe – der Löwe, der grosse Löwe.”
“Ooh!”, sagt Susan. “Ich dachte er sei ein Mann.
Ist er denn sicher? Ich werde ziemlich nervös sein wenn ich einem Löwen begegne.”
“Das wirst du Kleine, und keine Fehler.”, sagte Frau Biber. “Wenn da einer ist der vor Aslan erscheinen kann ohne das seine Knie schlottern ist er entweder mutiger als die Meisten oder einfach nur dumm.”
“Dann ist es nicht sicher?”, fragt Lucy.
“Sicher?”, sagt Herr Biber, “hast du nicht gehört was Frau Biber dir gesagt hat? Wer sagte etwas über sicher? Denn er ist nicht sicher. Aber er ist gut. Er ist der König, das sag ich dir.”
The Lion, the Witch and the Wardrobe, C.S. Lewis
Ich habe diesen Absatz selber aus dem Englischen übersetzt. Es gibt auch eine deutsche Übersetzung aber da kommt diese Situation nicht wirklich gut rüber. Vorallem wir “sicher” da mit “zahm” übersetzt, was zwar stimmt und auch den Sinn im weitesten erhält, allerdings verliert man die Klarheit des Absatzes.
Lucy und Susan freuen sich auf die Begegnung mit Aslan, ihnen ist nicht klar was dies bedeutet. Ihnen ist nicht klar, dass Aslan ein Löwe ist und dass so eine Begegnung auf keinen Fall sicher ist. Erst als der Biber ihnen das alles erklärt wird ihnen bewusst was es heisst Aslan zu begegnen. Er ist ein guter, gerechter, ja auch liebender Löwe aber er ist nicht Zahm und es nicht sicher ihm zu begegnen.
Auch wenn wir Gott begegnen geht es uns ähnlich, durch verschiedene Theologischen Ansätze, so gut sie auch sind, haben wir uns Gott erklärbar gemacht, wir haben versucht seine Grösse zu fassen und haben damit seine Grösse vll. verloren. Wer zittert heutzutage noch wenn er an Gott denkt, du? Wenn du eine Begegnung mit einem Löwen hättest würdest du sicher nicht so ruhig darstehen und ich weiss nicht wie es Dompteuren geht, aber ich denke die haben Respekt vor den Löwen.
Shane zitiert dann noch eine Bibelvers aus Jakobus.
Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht; auch die Dämonen glauben und zittern.
Jakobus 2,19
Die Dämonen Zittern, zitterst du wenn du an Gott denkst? Ich denke nicht das jeder Gedanke jedes Gebet von Zittern begleitet werden muss, aber bist du dir bewusst mit wem du da redest? Bist du dir bewusst das dies nicht nur der Vater sondern auch Gott ist?
Gottes Segen,
think!!
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